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Spinner * Benedict Wells

Lesen hinterlässt Spuren

Was für manche Buchliebhaber ein absolutes No-Go ist, gehört für mich zum Lesen dazu. Die Augen allein reichen nicht. Hände, Atem und Gedächtnis lesen mit. Worte wollen festgehalten, unterstrichen, erinnert werden.

Sie sollen sich einprägen, eingeatmet werden, nachwirken. Ohne Stift lässt sich kein Buch wirklich erfassen – nicht aus Zerstörungslust, sondern weil Lesen ein Dialog ist.

Ein Buch nur durchzugehen, ohne Unterstreichungen, ohne Randnotizen, ohne festzuhalten, was ein Satz auslöst, fühlt sich an wie ein Besuch, bei dem man schweigt und wieder geht. Ungelesene Bücher bleiben unberührt im Regal. Gelesene tragen Spuren.

Über meine Buchvorstellungen

Meine Texte entstehen nicht aus der Distanz, sondern aus der Lektüre heraus.

In den Buchvorstellungen gibt es: – eine kurze Einordnung des Inhalts – die persönliche Leseerfahrung, ehrlich und ungeschönt – markierte Sätze, die sich festgesetzt haben

Objektive Bewertungen findest du hier nicht. Dafür aufmerksames Lesen.

Vom Rezi-Freitag zum offenen Lesen

Der frühere Rezi-Freitag hat sich gewandelt.

Buchbesprechungen entstehen nicht mehr nach festem Rhythmus, sondern dann, wenn eine Lektüre abgeschlossen ist und nachwirkt. Lesen braucht Zeit. Schreiben auch.

Bücher, die hier ihren Platz haben

Quer durch Genres und Epochen wird gelesen. Entscheidend ist nicht die Schublade, sondern Sprache, Haltung und Wirkung.

Hier finden sich unter anderem: Belletristik und Klassiker · Romane und Kriminalliteratur · Kinderbücher · Sach- und Fachliteratur

Transparenz

Die meisten Bücher werden selbst gekauft – im Buchhandel vor Ort, online oder gebraucht. Rezensionsexemplare von Verlagen oder Autor:innen sind als solche gekennzeichnet. Sie haben keinen Einfluss auf die Meinung.

Zum Schluss

Lesen bedeutet keine Flucht, sondern eine Form von Aufmerksamkeit. Es schärft den Blick. Und das Schreiben darüber bewahrt, was bleiben darf: Worte.