Das dritte Hotel * Laura van den Berg

„Niemand komme durchs Leben, ohne mindestens eine unverzeihliche Tat zu begehen.“

Mit einem Flug ins sommerliche Kuba beginnt für Clare eine flirrende Reise in die Vergangenheit. Erst wenige Wochen zuvor hat sie ihren Mann Richard bei einem Unfall verloren. Nun besucht sie auf seinen Spuren ein Filmfestival in Havanna, als Richard plötzlich überraschend vor ihr steht. Kann sie ihren Sinnen trauen oder will jemand sie täuschen? Clare folgt der geheimnisvollen Gestalt durch die Gassen der Stadt und gedanklich bis in die Grauzonen ihrer Ehe und Kindheit. Van den Bergs traumwandlerischer Roman spielt mit den Grenzen unserer Wahrnehmung, lässt Fantasie und Wirklichkeit auf wunderbare Weise verschmelzen. Eine poetische Geschichte über das Reisen und das Trauern, erzählt von einer originellen, starken Frauenstimme. Klappentext

„…wenn sie allein war, kam dieses Ich ans Licht.“

S. 25

Ich muss zugegeben, dass ich mich in das Buchcover schockverliebte. Und auch der Klappentext las sich vielversprechend. Die Geschichte spielt auf Kuba und Havanna ist einer meiner Lieblingsstädte. Daher freute ich mich sehr, als ich das kleine Rezensions-Schmuckstück vom Penguin Verlag in meinen Händen hielt.

Der Anfang las sich auch gar nicht schlecht. Eine von Kummer gezeichnete Frau, die völlig neben sich stehend nach Kuba fliegt und sich dort als eine andere Frau ausgibt, nur um ihrem Mann näher zu sein. Der hätte dabei sein sollen, bei diesem Filmfestival in Havanna – wenn er nicht kurz davor gestorben wäre.

„Bisher hatte sie jedem, der sie nach ihrem Namen fragte, etwas anderes gesagt.“

S. 13

Clare, wie die Protagonistin wirklich heißt, glaubt eines Abends ihren Mann zu sehen und verfolgt diese Gestalt, die aussieht wie ihr Richard. Doch nie bekommt sie ihn zu fassen. Alles bleibt ein Trugschluss und zwischendrin das Filmfestival mit ehemaligen Kollegen ihres Mannes. Der ganze Roman ist so verworren und verwirrend, dass ich nun nach einigen Monaten (ja, Monaten!) aufgegeben habe. Ich schaffe es einfach nicht, dieses Buch zu Ende zu lesen. Weder der Schreibstil fesselt mich noch die Story. Normalerweise mache ich das nicht – ein Buch abbrechen. Erst recht nicht, wenn es ein Rezensionsexemplar ist. Wäre es wenigstens nur langweilig oder klar im Aufbau und die Story hätte einen roten Faden, aber noch nicht mal das. Die im Klappentext angepriesene Poesie ist gut versteckt, dünn gesät und schon so psychedelisch, dass ich nicht dahinter steige.

Es tut mir leid. Keine Leseempfehlung. Vielleicht können Menschen aus der Filmbranche etwas damit anfangen, da er sich sehr in Details dieser Branche verliert?

Vielleicht lese ich das Buch irgendwann mal weiter und ich kann euch sagen, wie es ausging. Aber im Moment hänge ich auf Seite 113 fest und komme beim besten Willen nicht weiter.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

ISBN: 78-3328600831

Herausgeber : Penguin Verlag (15. Juni 2020)

Hardcover: 22€

EBock: 19,99€

Veröffentlicht von

Buch & Schöpfer

Das Lesen & Schreiben ist wie atmen und fühlen.

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