Nur wenn ich lachen muss, tut es noch weh * Christian Wicklein

„Ich habe beides gesehen, den Traum und die Tragödie.“

S. 160

In jedem „Unglück“ steckt auch „Glück“ … Wie weiß man, ob man zur falschen Zeit am falschen Ort war? Oder waren es letzten Endes sogar die richtige Zeit und der richtige Ort? Leif Lessmann, Zeitungsredakteur mit Theaterambitionen, ist zu einer „falschen Zeit“ an einem „falschen Ort“ – dabei wollte er nur mal eine rauchen. Seine Freundin hatte ihn bereits zuvor verlassen, jetzt verliert er durch ein dummes Missverständnis auch noch seinen Job, und die freundliche Nachbarschaft in seinem Mietshaus ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Der Zufall – oder ist es doch das Schicksal? – verschlägt ihn aus seinem öden Heimatort ins vibrierende Berlin: Dort kann er mit Unterstützung des verwegenen Theaterregisseurs Dull seinen größten Traum verwirklichen und sein erstes eigenes Stück auf die Bühne bringen. Doch wie das so ist mit großen Träumen: Werden sie erst einmal wahr, ist nichts mehr so wie zuvor. Klappentext

„Weil wir nicht dazu gemacht sind, uns in Ketten legen zu lassen.“

S. 91

Leif Lessmann, kurz vor der magischen vierzig, hat den Job als Redakteur verloren aufgrund eines Missverständnisses direkt vor seiner Haustür. Als wenn ihn der Himmel geschickt hätte, trifft er auf einen alten Schulkameraden, der ihn am nächsten Tag nach einer wilden Partynacht ins turbulente Berlin mitnimmt. Dort scheint sein Traum wahr zu werden, denn ein bekannter Theaterregisseur nimmt Lessmann unter seine Fittiche.

Ein Roman mit viel Geschwindigkeit durch das vergängliche Glück. Vom sich Treiben lassen und Gelegenheiten beim Schopfe packen, auch wenn man scheitert. Mich hat Wickleins Roman sehr beeindruckt und fand ihn noch besser als sein „Schuster“. Er erzählt traurig und leicht vom Träumen und vom Leben. Ich habe teilweise viel gelacht und genauso oft geseufzt. Innerhalb eines Tages war ich durch mit den knapp 170 Seiten. Cover und Titel und sind toll gelungen und greifen den Inhalt perfekt auf.

„Egal, was mich in dieser Nacht heimsuchte, es hatte ganze Arbeit geleistet.“

S. 50

Mega gut fand ich die direkte Leseranrede im Roman. Es war, als würde mich der Protagonist an die Hand nehmen und mich durch die Geschichte führen. Ein gelungenes Stilmittel, den Leser in die Geschichte einzubinden. Ich war neugierig, was Lessmann mir als Nächstes zeigen wollte.

Wer also einen amüsant-traurigen Roman übers „zufriedene Scheitern“ lesen will, dem kann ich Christian Wickleins Roman sehr ans Herz legen. Außerdem ist dieses Buch eine Hommage an die Kunst im Allgemeinen und an das Theater im Besonderen.

PS: Ich bin übrigens die gute Freundin auf Seite eins. @ Danke mein Lieber und Happy Birthday!!!!

„Nur wenn ich lachen muss, tut es noch weh“

ISBN: 978-3754308325

BoD – Books on Demand; 1. Edition (15. Juni 2021)

Hardcover: 18€ // eBook: 4,99€

Weitere Bücher und Eindrücke vom Autor findet ihr hier: „Und die Spitalbesucher kamen in Engelskostümen“ und Gastbeitrag „The Beat Generation“ ebenso auf seiner Website

Veröffentlicht von

Buch & Schöpfer

Das Lesen & Schreiben ist wie atmen und fühlen.

Kommentar verfassen